Ganesha III

26. März 2007 um 20:27 Uhr

Sie trägt dieses Bild im Kopf und weiß, dass es sehr schwer sein wird, es zu erfüllen, es mit dem eigenen Ich zu füllen. Es mit dem zu beleben, was sie grad ist und geben kann. Das Bild trägt sie seit langer Zeit mit sich und wartet darauf, es ganz zu werden, ganz so zu sein. Blickt es oft verstohlen an und vergleicht, wie nah sie an ihm oder wie weit sie von ihm weg ist. Manchmal macht sich eine ziehende Verzweiflung in ihr breit, quält sich in ihr herauf, lässt sie vergessen, wer sie schon ist, denn die Erfüllung scheint so weit weg. Andere Male denkt sie sich frei von ihm, wünscht es einfach fort. Kümmert sich nicht mehr um die Erfüllung.

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Ganesha II

um 04:29 Uhr

Das Licht der Lampe scheint ganz gelb. Die Nacht hüllt sich dunkel um die Formen, die angestrahlt und erhellt sind. Durch die Nacht erkennt er sie. Sie gibt ihnen durch ihre Dunkelheit noch mehr Glanz und lässt sie erscheinen. Ohne sie würden sie vielleicht untergehen in all dem Licht. Im Abgleich mit ihr, die alles andere in ihr Schwarzes tut, macht das Helle Trost aus. Alle Traurigkeit weicht mit einem Mal aus seinem Herzen und wird von der Nacht verschluckt. Sie bohrt sich gar vielmehr in sein Herz und saugt den Schmerz heraus. Er lässt sich dies gefallen.

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Ganesha

25. Februar 2007 um 20:07 Uhr

Sie unterhalten und ihr zur Verfügung stehen, sie erfüllen und inspirieren, das ist alles, was er will und - ob er will oder nicht -  alles, was er kann. Er kann sich nicht entziehen, er muss sie glücklich machen. Die schönsten Geschichten denkt er sich für sie aus, bringt Alltäglichkeiten in den buntesten Bildern hervor, die man überhaupt nur zeichnen kann und verschweigt zuverlässig seine Anbetung. Gibt sich ihr hin, als wäre seine Hingabe aus einem Zufall geboren. Liebe könnte gemutmaßt werden, aber jede Andeutung darauf wird von ihm weggewischt. Sein Fühlen, Horchen, Sein so zu benennen, wäre ihm zu wenig. Liebe scheint ihm ein zu fertiges Konzept, eine Idee, die von tausenden gelebt und geteilt wird, was er aber für sie spürt, das erscheint ihm neu, als gerade erst geboren. Er vermeidet alles Handeln, was den Abgleich mit Liebe zuließe.

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